
Der „Schweicher Heilbrunnen“ ist ein Ort mit einer langen und besonderen Geschichte. Bereits 1602 wurde die Heilkraft des Quellwassers beschrieben – damals wurde ein Mann von seinem schweren Hautleiden geheilt.
Diese Überlieferung führte im 17. und 18. Jahrhundert zu einem großen Zuspruch in der Bevölkerung und zu einem lebhaften Wallfahrtsgeschehen. Bis heute zieht dieser idyllisch im Wald gelegene Ort, ca. 2 km von der Ortslage Schweich entfernt, das ganze Jahr über viele Menschen von nah und fern an, die hier Ruhe, Hoffnung und Kraft finden.
Der Heilbrunnen mit Kapelle ist in der Kulturdatenbank des Landes Rheinland-Pfalz als schutzbedürftiges Kulturgut aufgeführt.
Im letzten Jahr zerstörte ein schwerer Sturm die Anlagen rund um den Brunnen und um die Marienkapelle. Die Quellanlage und die Kapelle selbst wurden nicht beschädigt. Das schmiedeeiserne Geländer, verschiedene Treppenstufen und die Bepflanzung wurden stark durch umgestürzte Bäume in Mitleidenschaft gezogen.
Die katholische Kirchengemeinde St. Martin in Schweich und die Arbeitsgemeinschaft Heilbrunnen sorgten mit großem Engagement dafür, dass dieses historische Ensemble wieder Instand gesetzt wurde.
Der Eifelverein Ortsgruppe Trier e.V. förderte die Beseitigung der Sturmschäden durch eine Spende in Höhe von 1500,00 €. Diese Zuwendung wurde am 8.12.2025 im Rahmen einer Lichterprozession und anschließendem Gottesdienst in der Kapelle an die katholische Kirchengemeinde St. Martin von unserem Wanderwart Winfried Steinbach und dem Kassenwart Dieter Heinemann übergeben.
Text von Dieter Heinemann, Fotos von Veronika Kläser u. Therese Zilligen