
Eine fröhliche Gruppe von 14 Wanderbegeisterten traf sich am Sonntagmorgen um 10 h am Schwanenweiher Bad Bertrich, um von dort nach kurzen Infos zur Historie des Kurbades und dessen Besonderheit, der einzigen Glaubersalztherme Deutschlands, auf die 14 km lange, fast schon alpine Tour zu begeben.
Über einen T3 Grad ging es zunächst zum denkmalgeschützten Hohenzollernturm, von wo man einen herrlichen Blick über den Römerkessel und Bad Bertrich hat. Nach weiteren Höhenmetern erreichte man die 333 m hoch gelegene Hohelay und den Bismarckturm, der leider nicht zu besteigen war, aber auch unterhalb schöne Blicke bis in den Kondelwald freigab. Auf etwas breiteren Wegen ging es etwas gemäßigter, entlang des Erdenbachs, weiter bis zum Einstieg zum Klidinger Wasserfall, der einen sportlich, steilen An- und Abstieg für alle bereithielt, gesichert durch Drahtseile. Am Wasserfall wurde eine Pause eingelegt und Hündin Tonja genoss mal wieder jedes Nass, dass sie bei der herrschenden Trockenheit finden konnte. Auch die ein oder anderen Wanderer streckten die Füße ins kühle Wasser. Leider war der Wasserfall nur noch ein Tropfenfall. Nun ging es zunächst bergab, um dann wieder hoch über die Schießlay, vorbei an den Steinzeithöhlen zur Maischquelle zu gelangen, wo gekühlte Getränke für alle warteten und eine kleine Pause genutzt wurde, die Kräfte für den letzten Anstieg zur 414 m hoch gelegenen Falkenlay zu sammeln. Auch die Oase der Ruhe, ein Rastplatz mit toller Rundumsicht wurde kurz gestreift, um dann auf schmalen, steilen Pfaden und Treppen wieder in den Ort zu gelangen. Im Kurhaus wurde aus der Glauberquelle, die bereits die Römer als heilend fassten und nutzten, eine Kostprobe genommen, bevor beim verdienten Abschluss im Café die verbrannten Kalorien in Form von Eis, Kuchen oder der Bad Bertricher Spezialität, Windbeuteln in Schwanenform, wieder zugeführt wurden.
Text von Pia Finé, Fotos von Barbara Bräu und Pia Finè